2025: A year in review.

2025: Eine Jahresrückblick.

Paso Paso – Jahresrückblick 2025

Dieses Jahr war ebenso herausfordernd wie lohnend. Manche Monate waren laut, mit Auftritten auf Festivals in ganz Europa und der Organisation lokaler Veranstaltungen, andere waren ruhig, in denen wir uns der Produktion und Planung widmeten. Während einiger persönlicher und organisatorischer Rückschläge stellten wir fest, dass uns etwas wirklich am Laufen hielt: Die Unterstützung für unsere Marke und unsere Kaffees wuchs stetig. Das wurde unsere Inspiration und unser Antrieb, weiterhin präsent zu sein und gute Arbeit zu leisten.

Januar – Besuch bei Silvio und ein Cupping mit Fietsen in Stuttgart

Wir begannen das Jahr auf Silvios Farm in Nord-Nicaragua. Es war das erste Mal, dass ich nach der Gründung von Paso Paso dorthin zurückkehrte, und es fühlte sich an wie nach Hause kommen. Hier feierten wir unsere frühen Erfolge und blickten gespannt auf die gerade beginnende Ernte.

Nach unserer Rückkehr nach Deutschland organisierten wir ein Cupping mit dem Fietsen Radcafé in Stuttgart. Als einer unserer ersten Kunden hier in Deutschland hatten wir uns sehr darauf gefreut, uns endlich persönlich zu treffen. Ihr lustiges Format „Cupping & Games“ erwies sich als fesselnd und unterhaltsam. Das Brühen unserer Kaffees auf ihrer wunderschönen Slayer Espresso-Maschine war natürlich auch eine Freude.

Februar – Nordic Coffee Fest in Göteborg + Entkoffeiniert-Einführung

Der Februar war ein großer Monat. Wir kehrten zum Nordic Coffee Fest in Göteborg zurück, um unseren ersten Geburtstag zu feiern. Außerdem haben wir endlich unseren eigenen entkoffeinierten Kaffee auf den Markt gebracht. Bei diesem Projekt haben wir die Grenzen, ein von Farmern geführtes Unternehmen zu sein, in einen echten Vorteil verwandelt. Wir haben viele Extrameilen zurückgelegt, um unseren eigenen Kaffee entkoffeinieren zu lassen und konnten unsere eigene Qualität und unseren Prozess wählen – anstatt uns auf Händler zu verlassen, die diese Entscheidungen für uns treffen.

Fun Fact: Unser entkoffeinierter Kaffee ist unser zweitbester Kaffee, mit 1259 verkauften Beuteln seit der Einführung.

März – Rösten trotz Schwierigkeiten.

Ende 2024 wurde bei mir eine schwere Hüftdysplasie diagnostiziert, die eine dringende Operation erforderte. Das war ein starker Realitätscheck, dass die Unabhängigkeit und die Verantwortung für den täglichen Ablauf bei Paso Paso auch Schattenseiten hat. Meine Hüfte wurde an drei Stellen vorsichtig gebrochen und wieder zusammengeschraubt, damit sie besser zum Oberschenkelknochen passt. Die verordneten drei Monate Bettruhe wurden auf lediglich zwölf Tage reduziert. Das Rösten musste weitergehen.

Mit einigen cleveren Anpassungen an unsere Giesen-Röstmaschine und viel Unterstützung von Freunden, Familie und unserem lieben Praktikanten Alberto haben wir es geschafft. Aber in dieser Zeit konzentrierten wir uns darauf, den Kaffeefluss aufrechtzuerhalten und stellten unsere Werbeaktivitäten zurück.

April & Mai

Diese beiden Monate verbrachten wir in der Rösterei, konzentrierten uns auf die Genesung der Hüfte und koordinierten die Logistik der neuen Ernten, die von den Farmen eintrafen. Ein besonderer Dank gilt all der Hilfe, die ich in dieser Zeit erhalten habe.

Juni – Sweet Spot (München) + World of Coffee (Genf)

Im Juni war es wieder an der Zeit, Vollgas zu geben und die Paso Paso Freude in ganz Europa zu verbreiten. Wir starteten mit einem gemeinsamen Besuch mit Diego Robelo bei Sweet Spot in München. Als „bestes Café Europas“ bezeichnet, war es eine Ehre, hier über Verarbeitungsdetails und die Königin Äthiopiens: Casiopea, zu fachsimpeln. Als junge Rösterei ist es immer wieder demütigend, unsere Tüten neben Legenden wie Tim Wendelboe, Coffee Collective und La Cabra zu sehen.

Von München aus setzten wir unsere Reise fort, um zum ersten Mal auf der World Of Coffee auszustellen. Dies ist jedes Jahr Der Kaffee-Treffpunkt in Europa. An unserem Stand im Roaster Village versammelten wir uns mit Hester und Jasper und knüpften Kontakte zu Fachleuten aus der ganzen Welt.

Juli – Costa Rica: Besuch bei Jorge Vásquez

Im Juli ging es zurück zum Ursprung, diesmal, um Jorge Vásquez in Costa Rica zu besuchen. Jorges Farm ist ein idyllischer Ort, an dem man sich in jeder Hinsicht mit der Natur verbunden fühlt. Die frische Bergluft, das Vieh, das entlang der Kaffeebäume weidet, die süßen, frischen Früchte und natürlich der Anblick der sich entwickelnden Kaffeekirschen. Wir haben eine wichtige Lektion gelernt: Jorges Natural-Kaffee war so viel beliebter als der gewaschene, also beschlossen wir, für absehbare Zeit ganz auf den Natural zu setzen.

August – Lokale Aktionen in Hannover

Von Jorges Farm zurück nach Hannover haben wir uns direkt wieder mit der anderen Seite der Kaffee-Lieferkette verbunden: den Kaffeetrinkern. Zuerst veranstalteten wir zwei Wochenenden lang einen Pop-Up bei East Coffee in Hannover, wo wir Kaffee für Kunden zubereiteten. Dann empfingen wir unsere langjährigen Kunden aus Tschechien, Mokka.Oda, in der Rösterei. Und schließlich veranstalteten wir ein Cupping in Bredenbeck mit der Caffe Bar B, bei dem wir sowohl vorbeifahrende Radfahrer als auch Einheimische in die Welt des Cuppings einluden.

September – Frankfurt + Berlin Coffee Festivals

September war Festival-Saison: Frankfurt und Berlin Coffee Festivals innerhalb von zwei Wochen. In Frankfurt nahm ich spontan am Brewers Cup teil und erreichte einen respektablen 15. Platz (von 24) mit nur 20 Minuten Vorbereitung. Der Wettbewerbskaffee: Diego Robelo – Centroamericano Anaerobic Natural.

Zum Abschluss besuchte uns Diego Robelo in Berlin und Hannover – ein Abschluss des Kreislaufs, indem er unsere lokalen Einzelhändler traf!

Oktober – Bau unserer Verkostungsbar in der Rösterei.

Wir haben beschlossen, unsere Rösterei auszubauen, um Fans der Marke und Neugierige in unsere Welt willkommen zu heißen. Der liebe Ricus von den lokalen Freunden Panama Kaffee schenkte uns eine wunderschöne Bar, die die Grundlage unseres Umbaus bildete. Wir brachten eine La Marzocco Linea Mini von den Kaffeefestivals mit nach Hause und bedienen jetzt jeden Donnerstag Menschen!

November – Erkundung der Warschauer Kaffeeszene & Give-Back-Friday

Im November besuchten wir Warschau, um die dortige Kaffeeszene kennenzulernen und eine Veranstaltung mit Coffee Desk zu organisieren. Wir waren überwältigt von der großartigen polnischen Gastfreundschaft und den sachkundigen Baristi. Das Ende des Monats markierte unsere zweite Ausgabe des Give-Back-Friday. Unser jährlicher Sale, bei dem wir unseren treuen Kunden danken und einen einmaligen Online-Rabatt von 20 % gewähren.

Das Ergebnis: 72 zufriedene Kunden in vier Tagen!

Dezember – Weihnachtsstimmung & Entschleunigung.

Jetzt ist Dezember, und wir nehmen wieder einen Gang raus. Wir konzentrieren uns auf das Rösten beeindruckender Kaffeemengen für unsere Großhandelskunden aus Nah und Fern. Wir haben unseren ersten Weihnachtskaffee auf den Markt gebracht, um Körper und Geist mit Noten von Zimt, Bratapfel und Glühwein zu wärmen. Und natürlich entspannen wir uns, verbringen Zeit mit Freunden und Familie und blicken alles in allem auf ein dynamisches, schwieriges, aber sehr erfolgreiches Jahr zurück.

 

Vielen Dank an euch alle, dass ihr Teil davon wart, denn ohne euch, die Kaffeetrinker, wäre nichts davon möglich. Von der Rösterei und den Farmen auf der ganzen Welt hoffen wir, uns 2026 wiederzusehen.


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